Zitate

Was ihr vielleicht noch nicht über Cecelia Ahern wusstet ...

Lebensmotto

»Ich bin überzeugt davon, dass wir, wenn wir einfach dasitzen und abwarten, woanders herauskommen, als wenn wir aktiv losgehen und uns ins Leben stürzen. Wir haben die Kraft, unser Leben in die Hand zu nehmen, und wenn uns klar wird, was wir wirklich wollen, dann kann das Universum für uns mitarbeiten.« [DB-mobil-Interview, 2010]

»Mein persönliches Mantra ist: ›Träum' … und dann lass es wahr werden.‹« [Amazon-Steckbrief 2011]

»Mich fasziniert einfach das Wesen des Menschen – wenn wir an einen Tiefpunkt kommen, merken wir, dass wir viel stärker sind als gedacht.« [2013] 

Über ihre Geschichten

»Ich lasse mich von den Geschichten in meinem Kopf leiten und versuche nicht, dabei an Druck oder Erfolg zu denken.« [Ostseezeitung, 2007]

»Meine Geschichten sind eine Mischung aus eigenen Erfahrungen und meiner Phantasie, die immer fragt: »Was wäre wenn?« Auch wenn ich etwas nicht selbst erlebt habe – jedes Gefühl, über das ich schreibe, habe ich irgendwann im Leben gehabt. Ich bin wie ein großer Schwamm, der alles um mich herum aufsaugt. Und dann finden diese Beobachtungen und Ideen ihren Weg auf die Buchseiten.« [2012]

»Ich denke, das Besondere an meinen Büchern ist, dass sie alle unterschiedlich sind und doch ein ähnliches Thema und Gefühl vermitteln. Ich sehe das Leben als eine individuelle Reise für jeden. Manchmal haben wir das Gefühl, auf unserem Weg läuft alles glatt, und wir wissen genau, wohin wir möchten. Doch oftmals, wenn wir am wenigsten damit rechnen, verlieren wir uns oder es läuft alles schief und wir verlieren die Sicht auf unsere Ziele. Meine Romane drehen sich genau um diesen Moment, wenn Menschen anfangen, mit sich zu hadern. Ich begleite sie auf ihrer Reise, auf der sie versuchen, sich selbst wiederzuentdecken, mit der Hilfe von Liebe und Freunden. Und wenn sie das Ende ihrer speziellen Reise erreicht haben, verabschiede ich mich von ihnen.« [Weltbild-Interview 2007]

»Ich habe ja tatsächlich einige Romane geschrieben mit einem Hauch Magie oder Szenen in jenseitigen Welten. Aber gerade bei diesen Geschichten ist es mir dann besonders wichtig, die Balance zu wahren. Das Außergewöhnliche verbindet sich mit dem Alltäglichen, darum geht es mir, und dann finde ich es auch selbst glaubwürdig.« [DB-mobil-Interview, 2010]

»Ich mische meinen Glauben an Übersinnliches mit Alltagserfahrungen.« [Freundin 2011]

»In vielen meiner Geschichten gibt es etwas Dunkles, sie drehen sich um Verlust. Es geht darum, Hoffnung zu finden.« [Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 2012]

»Die richtige Geschichte zu finden, welche die Wahrheit erzählt und Menschen berührt – auf der Suche nach solchen Geschichten bin ich als Schriftstellerin ja auch immer.« [Jolie 2012]

»Neulich musste ich für eine App jeweils ein Kapitel aus allen meinen Romanen vor der Kamera einlesen. Mein englischer Verlag hatte die Stellen ausgewählt. Als ich ›P.S. Ich liebe Dich‹ in die Hand nahm und den ersten Brief las, den Gerry Holly hinterlassen hatte, bin ich in Tränen ausgebrochen. Wir mussten dreimal die Kamera stoppen, bis ich mich wieder zusammengerissen hatte. Wahrscheinlich ist das so ähnlich, wie wenn ein bestimmter Duft eine Erinnerung weckt – beim Lesen bestimmter Sätze oder Passagen werde ich wie zurückversetzt in den Moment, als ich sie geschrieben habe, an den Ort, wo ich damals war und in das Lebensgefühl, das ich damals hatte. Der Tag, an dem ich Gerrys ersten Brief geschrieben habe, war also offensichtlich ein recht trauriger Tag.« [2012]

Über das Schreiben

»Als Autorin ist Schreiben – auch der physische Akt des Schreibens selbst – natürlich meine große Leidenschaft; ich finde es sehr, sehr erfüllend und beglückend. Ich glaube, Schreiben kann therapeutisch wirken.«

»Ich denke oft, Schreiben enthüllt sehr viel von einer Person. Und während Facebook und andere soziale Netzwerke das Äußerliche zeigen – was wir am Wochenende machen, was wir mögen oder nicht –, kann das Schreiben mit Papier und Stift die Seele enthüllen.«

»Die Art der Ideen und Themen, die mich interessieren und über die ich gern schreiben möchte, hat sich eigentlich durch das Mama-Sein nicht verändert. Aber auf jeden Fall die Zeiten, zu denen ich schreibe! Früher habe ich die ganze Nacht durchgeschrieben und dann lange geschlafen. Aber jetzt bin ich schon bei Tagesanbruch auf den Beinen und falle noch vor Mitternacht völlig erschöpft wieder ins Bett. So habe ich aber herausgefunden, dass der Morgen eigentlich eine sehr schöne, friedliche Tageszeit ist – auch zum Schreiben. Wer hätte das geahnt!« [DB-mobil-Interview, 2010]

»Das meiste der Geschichten habe ich beim Schreiben schon im Kopf. Nicht jedes einzelne Kapitel, aber auf jeden Fall das Ende, das ist für mich das Wichtigste, denn dann weiß ich, in welche Richtung es beim Schreiben geht. Oft sind die besten Stellen meiner Romane auch solche, die spontan und ganz natürlich im Schreibfluss entstehen, während ich an dem Buch arbeite.« [2012]

»Ich notiere alles mit der Hand und übertrage es dann kapitelweise in den Computer. Ich würde auch schreiben, wenn ich damit kein Geld verdienen würde. Schreiben ist meine Art, Eindrücke zu verarbeiten, mich zu sortieren.« [Myself 2012]

»In meinem Kopf ist so viel los – zu schreiben ist meine Art, damit umzugehen.« [2013]

»Wenn ich ein Manuskript beendet habe, trinke ich, ganz für mich allein, ein Glas Champagner. Und vergieße eine Träne. « [Glamour 2015]

Über ihre Figuren

»Ich versuche einfach immer, Dinge positiv zu sehen – und freue mich daran, meinen Figuren zu helfen, ihren Weg zu finden.« [Weltbild-Interview, 2007]

»Beim Schreiben habe ich die Möglichkeit, bestimmten Gedanken nachzugehen und Figuren in ganz neue Welt zu versetzen. Wenn ich keine Schriftstellerin wäre, würde ich mir über diese Themen wahrscheinlich auch Gedanken machen und viel tagträumen, aber beim Schreiben konzentriere ich mich wirklich auf die Figuren, die ich erschaffe, und spiele mit ihnen das ›Was wäre wenn‹ durch.« [Hugendubel-Interview 2007]

»In meinen Büchern geht es um Menschen, die auf dem Weg sind. Ich treffe meine Figuren meist an einem Punkt, an dem sie in einer Krise stecken. Dort fange ich sie auf und versuche, sie ins Leben zurückzuführen.« [S. Fischer Verlage 2008]

»Mir geht es vor allem darum, mit meinen Figuren Kontakt aufzunehmen. Ich schreibe immer erst mal für mich selbst – ich will selbst lachen und weinen und mit meinen Figuren mitfühlen. Ich schreibe nur über Themen, die mich selbst interessieren und mich tief bewegen. Die Ideen und Figuren tauchen irgendwann in mir auf, und dann tauche ich wiederum ganz in sie ein.« [Weltbild-Interview, 2009]

»Ich denke und hoffe natürlich sehr, dass ich mich als Autorin entwickelt habe, dass ich immer tiefer in meine Figuren und Themen einsteige. Aber egal, was ich schreibe, im Herzen meiner Geschichten und an ihrem Ausgangspunkt steht eigentlich immer eine Figur, die etwas sehr Schwieriges erlebt hat und gezwungen ist innezuhalten und genau hinzusehen – und sich dann auf eine Reise zu machen, um sich selbst zu erkennen. Es ist wunderbar für mich, dass ich mich in meinen Romanen mit ganz unterschiedlichen Themen auseinandersetzen kann. Und dass ich die Dinge aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchten kann.« [DB-mobil-Interview, 2010]

»Normalerweise kommt mir erst die Idee zu einem Roman, die Figuren tauchen erst später auf. Wenn eine Figur dann immer lauter spricht, dann weiß ich, dass es Zeit ist, zum Stift zu greifen und anzufangen zu schreiben.« [2014]

Wie Cecelia Aherns erstes Buch entstand

»Schon mit sieben Jahren führte ich Tagebuch und verfasste Gedichte, die allerdings nie, nie, nie jemand zu sehen bekommen wird. Mit 14 habe ich dann meinen ersten Roman geschrieben, ›Bohnen auf Toast, und eine Flasche Bier‹. Worum es ging? Teenagerkram. Dass ich mal als Autorin mein Geld verdienen würde, hätte ich nie gedacht. Als Kind wollte ich erst FBI-Agentin, später Sängerin werden. Ich habe dann Journalismus studiert, wollte beim Fernsehen arbeiten. Zwei Tage, nachdem ich einen Kurs am College angefangen hatte, um meinen Master in Filmproduktion zu machen, schmiss ich alles hin. Ich hatte die Idee zu meinem Buch ›P. S. Ich liebe Dich‹ im Kopf und musste einfach loslegen. Nachdem meine Mutter die ersten drei Kapitel gelesen hatte, war sie so begeistert, dass sie eine Agentin organisiert hat. Der habe ich dann die ersten Seiten geschickt. Sie wollte mehr lesen, ich schrieb mehr – und binnen drei Monaten war das Buch fertig und ich hatte einen Vertrag in der Tasche. Das ging so schnell, dass ich kaum Zeit hatte, darüber nachzudenken. Angst, Begeisterung. Staunen – das wechselte sich ab.« [Myself, 2012]

Zu Lieblingsbüchern und -filmen

»Mein liebstes Kinderbuch war ›Folgt immer dem Fluss‹ von der irischen Autorin Marita Conlon McKenna. Es war das erste Buch, das mich völlig gepackt und zu Tränen gerührt hat. Ich hatte vorher noch nie erlebt, dass ein Buch so wirklich sein kann. Es ist die Geschichte von drei Kindern, die versuchen, während der großen irischen Hungersnot von 1845 zu überleben. Sie ist fiktiv, aber basiert auf wahren Ereignissen.«

»Ich bin ein großer Oscar-Wilde-Fan. Er war so ein geistreicher, vernünftiger Mensch und hat all den Unsinn und die Ungleichheit um sich herum genau wahrgenommen. Er hat immer gekämpft, und dafür bewundere ich ihn fast noch mehr als für sein fantastisches Werk.« [S. Fischer Verlage 2004]

»Bücher, die ich sehr liebe: Audrey Niffenegger, ›Die Frau des Zeitreisenden‹, eine wunderbare Liebesgeschichte mit einem ganz besonderen, ungewöhnlichen Twist. Und Mitch Albom, ›Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegen‹, weil es eine so berührende Message hat.« [Büchermenschen 2007]

»Auf die Frage, welche Romanfigur sie zum Abendessen einladen würde: »Bridget Jones natürlich! Ich denke immer, dieses Buch muss für mich geschrieben worden sein – oder über mich. Wir hätten uns viel zu erzählen und würden uns bestimmt zusammen kaputtlachen.« [S. Fischer Verlage 2004]

»Zu meinen Lieblingsfilmen gehören ›Vergiss mein nicht‹ (mit Jim Carrey und Kate Winslet), ›Good Will Hunting‹ und ›Schlaflos in Seattle‹. Ich bin ein großer Fan des Irischen Regisseurs Jim Sheridan und liebe die Schauspielerin Whoopi Goldberg.« [Weltbild-Interview 2007]

»Der nächste Roman, der verfilmt wird, ist ›Zeit deines Lebens‹, und ich bin schon sehr, sehr gespannt darauf.« [2012] 

»Was die Verfilmungen meiner Bücher angeht, bin ich offen – und mir darüber bewusst, dass eine Verfilmung auch immer eine Interpretation einer anderen Person ist.« [Freundin 2014]

Über Lieblingsorte

Dublin: »Die Stadt hat einfach alles – prächtige Geschichte, modernen Lifestyle, Musik-Pubs, hübsche Cafés, tolle Shoppingmöglichkeiten, Küstenflair und ein Schloss.« [Freundin 2012]

Kerry im Südwesten Irlands: »Ich liebe die Gegend. Als Kind habe ich dort immer Ferien gemacht, und ich fahre auch jetzt noch so oft wie möglich hin. Es ist eine verwunschene Landschaft, in der vieles Zauberhafte vorstellbar wird. Es gibt sogar Schilder: ›Vorsicht, Trolle kreuzen.‹« [S. Fischer Verlage 2006]

Über sich selbst

»Ich koche richtig gerne, aber finde nie die Zeit dazu. Eigentlich würde ich auch gerne noch Sprachen lernen, auf jeden Fall Deutsch. Ich habe so viele begeisterte Leserinnen und Leser in den deutschsprachigen Ländern und fände es toll, bei Veranstaltungen auch etwas auf Deutsch sagen zu können. Außerdem würde ich gern öfter zum Stepptanzen gehen, mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und mit meinen Freunden – man hat einfach nie genug Zeit im Leben!!« [2012]

»Ich liebe es, nach einem anstrengenden Tag mit meinen Kindern zu spielen. Sie machen mir so viel Freude, und das Leben ist einfach viel lustiger, wenn man mit Kindern zusammen ist. Was ich mir manchmal selbst gönne, ist eine Massage – für mich der größte Luxus!« [2012]

»Ich wollte Tänzerin oder Popsängerin als Kind werden! Ich hab beides versucht, und obwohl ich mir damit mein Studium finanzieren konnte, bin ich froh, dass es am Ende doch nicht richtig geklappt hat – sonst wäre ich ja nie Schriftstellerin geworden.« [2012]

»Ich denke, ich habe eine Intuition dafür, wenn jemanden etwas beschäftigt. Und viele Menschen erzählen mir im Gespräch von sich aus persönliche Dinge.« [The Irish Times 2015]